Splendid Film hat zur Abwechslung einmal einen Zombiefilm in Form eines Zeichentrickfilms lizensiert, wobei es sich bei „Seoul Station“ um einen Vorläufer von „Train to Busan“ handeln sollte. Da mir „Train to Busan“ gut gefallen hatte, war ich schon sehr gespannt, wie sich nun der Vorläufer schlagen wird.

Wo „Train to Busan“ recht schnell zur Sache kommt, lässt sich „Seoul Station“ sehr viel Zeit, um mit der eigentlichen Story zu beginnen. Doch leider nutzen die Macher die anfängliche Zeit nicht wirklich, um die Protagonisten richtig vorzustellen. Die eigentlichen Hintergründe werden dann noch plump dahingestellt bzw. recht billig und unmotiviert dahingeworfen, so dass man eigentlich gar keine Bindung zu den einzelnen Charakteren aufbauen kann. Ich empfand die ganze Einleitung recht langweilig und leider sollte sich das auch nicht groß ändern.

Denn auch im späteren Verlauf, nachdem die ersten Zombies zu sehen waren und die Zombieapocalypse endlich losgegangen war, wollte sich meine Langeweile nicht verflüchtigen. Dafür war die Story einfach zu vorhersehbar und hangelte sich an dem üblichen Setting lang. So versucht ein Freund sich zu seiner Freundin durchzuschlagen, die ihrerseits aber versuchen muss, eine sichere Bleibe zu finden. Das hat man schon tausend Mal gesehen und ist hier nicht mal gut umgesetzt und da nützt das etwas untypische Ende dann auch nicht mehr viel. Storytechnisch nicht so der große Wurf und als Vorläufer zu „Train to Busan“ überhaupt nicht zu erkennen.

Zeichentricktechnisch ist „Seoul Station“ dann auch nicht besonders gut umgesetzt. Die Farbwahl ist sehr trist, was auch auf den Zeichenstil zutrifft. Mir hat der ganze Stil nicht gefallen. Dann waren die ganzen Animationen recht steif und oftmals hat man sich sichtbar Arbeit eingespart und Sequenzen einfach wiederholen lassen, was recht unschön aussah, was gerade bei den Animationen der Charaktere aufgefallen war.

Dazu gesellt sich noch eine schlechte Synchronisation. Zum einen waren die Stimmen recht unpassend besetzt, wirkten sehr unmotiviert und die Dialoge waren sehr schlecht und unpassend.

Insgesamt in fast allen Belangen nicht besonders gut und eher langweilig umgesetzt. Tip: Lieber einen Blick auf „Train to Busan“ wenden.

Fazit
Schlecht 2,2 von 5

"Seoul Station" hat mir in allen Belangen keinen Spass gemacht. Story zu langweilig, Zeichenstil zu trist und steif animiert und schlechte Synchro geben kein besonders guten Gesamteindruck. "Train to Busan" macht da doch sehr viel mehr Spass, auch wenn der Film das Rad auch nicht neu erfindet.

Seoul Station - Trailer Deutsch HD

Filminhalt:

Mit SEOUL STATION präsentiert der Regisseur von „Train to Busan“ die Vorgeschichte zum Zombie-Epos als Anime-Spielfilm! Dabei handelt es sich hier um weitaus mehr als einen bloßen Horror-Zeichentrickfilm für hartgesottene Erwachsene. Wie die besten Genrefilme verankert auch SEOUL STATION seine Botschaft tief in einem Kommentar zur sozialen Befindlichkeit der Nation. Der roh-realistische Animationsstil trägt entscheidend dazu bei, die unheilvolle und hoffnungslose Atmosphäre wiederzugeben, die diesen Film prägt.

Die rebellische Hyun-suen ist von zu Hause ausgerissen und lebt mit ihrem nichtsnutzigen Freund in einem kleinen Apartment, für das ihr mittlerweile das Geld ausgeht. Als der Freund plötzlich gewalttätig wird und sie zur Prostitution zwingen will, bleibt ihr keine Wahl, als erneut die Flucht zu ergreifen. Zeitgleich ist ihr sich sorgender Vater auf der Suche nach ihr und verpasst sie um Haaresbreite. Verzweifelt läuft er auf der Suche nach seiner Tochter durch das Herz der koreanischen Hauptstadt. Doch im Untergrund des großen Bahnhofs, wo das Elend kaum noch Steigerung kennt, regt sich plötzlich eine neue Gefahr. Eine Epidemie, die Horden von Untoten hervorbringt …

  • • Die Vorgeschichte zum Zombie-Epos „Train to Busan“ als Anime-Spielfilm!
    • „Der roh-realistische Animationsstil mit seinen klaren Linien und den monochromen Bildkompositionen trägt entscheidend zur ungeschönten Atmosphäre bei.“ Filmstarts.de
    • „Ein aufwendig gezeichnetes Anime, erzählt anhand lauter Personen am Rande der Gesellschaft.“ Tagesspiegel
    • „Weitaus mehr als ein bloßer Horror-Anime für hartgesottene Erwachsene.“ Fantasy Filmfest
Releasedatum: 2017-03-31

Seoul Station

Seoul Station

Anime Horror Anime-Film

Releasedatum: 2017-03-31
Publisher: Splendid Film


keine mitwirkenden Personen bekannt

Geboren

Bisher konnte zu diesem Titel noch keine Personen zugeordnet werden.

Kurzbeschreibung

Filminhalt:

Mit SEOUL STATION präsentiert der Regisseur von „Train to Busan“ die Vorgeschichte zum Zombie-Epos als Anime-Spielfilm! Dabei handelt es sich hier um weitaus mehr als einen bloßen Horror-Zeichentrickfilm für hartgesottene Erwachsene. Wie die besten Genrefilme verankert auch SEOUL STATION seine Botschaft tief in einem Kommentar zur sozialen Befindlichkeit der Nation. Der roh-realistische Animationsstil trägt entscheidend dazu bei, die unheilvolle und hoffnungslose Atmosphäre wiederzugeben, die diesen Film prägt.

Die rebellische Hyun-suen ist von zu Hause ausgerissen und lebt mit ihrem nichtsnutzigen Freund in einem kleinen Apartment, für das ihr mittlerweile das Geld ausgeht. Als der Freund plötzlich gewalttätig wird und sie zur Prostitution zwingen will, bleibt ihr keine Wahl, als erneut die Flucht zu ergreifen. Zeitgleich ist ihr sich sorgender Vater auf der Suche nach ihr und verpasst sie um Haaresbreite. Verzweifelt läuft er auf der Suche nach seiner Tochter durch das Herz der koreanischen Hauptstadt. Doch im Untergrund des großen Bahnhofs, wo das Elend kaum noch Steigerung kennt, regt sich plötzlich eine neue Gefahr. Eine Epidemie, die Horden von Untoten hervorbringt …

  • • Die Vorgeschichte zum Zombie-Epos „Train to Busan“ als Anime-Spielfilm!
    • „Der roh-realistische Animationsstil mit seinen klaren Linien und den monochromen Bildkompositionen trägt entscheidend zur ungeschönten Atmosphäre bei.“ Filmstarts.de
    • „Ein aufwendig gezeichnetes Anime, erzählt anhand lauter Personen am Rande der Gesellschaft.“ Tagesspiegel
    • „Weitaus mehr als ein bloßer Horror-Anime für hartgesottene Erwachsene.“ Fantasy Filmfest