Kinoreview zu "Master Z: Ip Man Legacy"

Titel: Master Z: Ip Man Legacy
Originaltitel:
葉問外傳:張天志
Publisher: KSM
Rezensionsexemplar: Kinovorführunng Bielefeld

Produktionsland: Japan 2018
Veröffentlichungsdatum: Kinoveröffentlichung 09.05.2019 bis 12.05.2019
Genre: Martial Arts
Spieldauer: ca. 107 Minuten

Rezension

Inhaltsangabe:

Nach seiner Niederlage gegen den legänderen Ip Man entscheidet sich Cheung Tin Chi (Max Zhang) gegen den Kampfsport Wing Chun und lebt nun ein einfaches Leben mit seinem Sohn.

Doch schon bald gerät Tin Chi in Schwierigkeiten mit der lokalen Triade, die auch noch sein Haus niederbrennen. Tin Chi flüchtet in die „Bar Street“ und schlüpft dort bei Chiu Kam Fu, dem Betreiber einer Bar und seiner Schwester Julia (Liu Yan) unter, die rasch zu seinen Freunden werden. Als Tin Chi jedoch damit konfrontiert wird, dass die Triade ihre Drogengeschäfte in der Bar Street ausweiten und Menschen aus seinem neuen Umfeld sterben, fühlt er sich verpflichtet einzugreifen. Drogenbaron Davidson (Dave Bautista) nimmt grausam Rache und tötet Tin Chis Freunde. Für Tin Chi ist klar, dass es jetzt zu einem entscheidenden Showdown kommen muss...

2008 startete Wilson Yip mit "Ip Man" ein international erfolgreiches Franchise mit Donnie Yen in der Hauptrolle. 2010 und 2015 folgten dann zwei erfolgreiche Sequels, die an den Erfolg des ersten Teils anknüpften und u.a. einen 4. Teil zur Folge hat. Im 3. Teil der Reihe hatte Max Zhang als Cheung Tin Chi seinen ersten Auftritt, hier allerdings noch als Antagonist des Franchises. 2018 entstand dann unter der Regie von Yuen Woo Ping das Ip Man Spin off "Master Z: Ip Man Legacy", was soviel wie "IP Mans Erbe" bedeutet.

Erste grosse Aufgabe war hier nun, aus einem ehemaligen Antagonisten einen sympathischen Helden zu formen, was zu Beginn des Films auch ohne Probleme funktioniert. Allerdings merkt man schon hier, dass die Art des Storytelling sehr einfach gehalten ist, was sich im weiteren Verlauf des Films nicht ändert. Überhaupt ist hier schnell klar, wer gut und wer böse ist und dieses nimmt etwas die Spannung aus dem Film.

Auch werden hier mal wieder die "britischen Kolonialherren" etwas überzogen dargestellt und gerade die Rolle von Dave Bautista ist sehr klischeehaft geschrieben. Eine ähnliche Darstellungsweise haben wir bereits in "IP Man 2" gesehen. Insgesamt ist die Story mittelmäßig, erfüllt aber bei einem Martial Arts Film wie diesen, seinen Zweck.

Allerdings steht die Story dann auch nicht im Mittelpunkt des Films, denn was man hier erwartet sind natürlich die tolle "Wing Chun" Kämpfe, die gerade das Ip Man Franchise auszeichnen und davon bekommt man hier einige geboten. Leider bekommt man es hier nicht ganz so gut hin, den Kämpfen die Dynamik und Schnelligkeit aus den Originaltiteln zu übertragen. Alles wirkt etwas langsamer, etwas hölzern und gerade wenn Gegenstände mit einbezogen werden, wirkt es oftmals sehr unnatürlich.

Der Cast ist mit Max Zhang, Michelle Yeoh, Dave Bautista und Tony Jaa gut besetzt. Selbst einige Bekannte aus "Ip Man" wie Schauspieler Xing Yu tauchen wieder auf, auch wenn sie in Master Z einen anderen Charakter darstellen. Xing Yu spielte in "Ip Man" den Restaurantbesitzer und Freund Master Lam, während er in "Master Z" den Barbesitzer Fu darstellt. Das Zusammenspiel der einzelnen Protagonisten ist überaus passend, wobei Dave Bautista leider etwas zu eindimensional bleibt und Tony Jaa eher eine Nebenrolle mit wenig Screentime übernommen hat.

Die deutsche Lokalisierung war insgesamt in Ordnung. Lediglich wenn der Sohn von Cheung Tin Chi oder einige Nebencharakter auftaucht, geht die Qualität etwas runter. Hier würde ich mir doch etwas mehr Sorgfalt bei der Auswahl der Sprecher wünschen.

Insgesamt hat mir "Master Z: Ip Man Legacy" sehr gut gefallen und auch wenn es im "Ip Man Franchise" der schlechteste Teil der Reihe darstellt, ist der Film zu empfehlen. Absolutes Highlight in Deutschland, weil man mal wieder einen guten Martial Arts Film auf der grossen Leinwand bestaunen konnte. Leider nur für einen sehr kurzen Zeitraum.

Fazit
empfehlenswert 3.1 von 5

Insgesamt hat mir "Master Z: Ip Man Legacy" sehr gut gefallen und auch wenn es im "Ip Man Franchise" der schlechteste Teil der Reihe darstellt, ist der Film zu empfehlen. Absolutes Highlight in Deutschland, weil man mal wieder einen guten Martial Arts Film auf der grossen Leinwand bestaunen konnte.
Master Z: Ip Man Legacy Poster
Master Z: Ip Man Legacy
FSK
ab
16
freigegeben
葉問外傳:張天志