Review zu "Kung Fu Yoga"

Titel: Kung Fu Yoga
Originaltitel: Gong fu yu jia

Publisher: Koch Media / Koch Films
Rezensionsexemplar: Verkaufs DVD
Produktionsland: China 2017
Veröffentlichungsdatum: 28.09.2017
Genre: Martial Arts, Aktion
Spieldauer: ca. 102 Minuten

Rezension

Inhaltsangabe:

Eine sagenumwobene Legende führt Chinas größten Archäologen Professor Chan zu seinem größten Abenteuer! Verfolgt vom einem skrupellosen Anführer einer Rebellengruppe bricht er nach Tibet auf, von wo ihm seine mit spektakulären Stunts gespickte Schatzsuche über Dubai bis nach Indien führt. Bevor er den Schatz von Magadha bekommt, muss sich Professor Chan mit atemberaubenden Kung Fu und Yoga vor seinen Widersachern schützen!

"Kung Fu Yoga" ist ein Genremix aus Aktion-, Abenteuerfilm und Komödie, der die 10 Zusammenarbeit von Jackie Chan und Stanley Tong  markiert. Erstmalig arbeiteten die beiden Superstars des chinesischen Films in "Police Story 3 - Supercop" im Jahr 1992 zusammen und Filme wie "Rumble in the Bronx" und "Jackie Chan´s Erstschlage" folgten. "Kung Fu Yoga" makiert in 2017 somit auch das 25jährige Jubiläum in der Zusammenarbeit zwischen Stanley Tong und Jackie Chan.


Stanley Tong war schon mit seinen frühen Werken dafür berüchtigt, etwas Extravagantes ausprobieren zu wollen und so verwundert es wenig, dass er sich nun dazu entschloss, einen chinesischen Aktionfilm mit Bollywood-Einlagen zu produzieren. Auch wenn es sich hier um einen reinrassigen Aktionfilm handelt und der Film neben internationalen Schauplätzen, verschollenen Reichtümern, schnelle Verfolgunngsjagden und viel Aktioneinlagen viel zu bieten hat, will der Funke nicht ganz überspringen.

Schon inhaltlich hakt der Film lediglich routiniert alle Klischees aneinander, die dieser Genremix zulässt. Insgesamt wirkt das Erzähltempo etwas behäbig. Die Motivaton der einzelnen Charkater werden nie richtig erläutert, so dass sie meist etwas blass wirken. Lediglich Jackie Chan sticht positiv heraus und trägt den Film neben den immer lächelnden Bollywood-Stars und den chinesischen Jungschauspielern fast gänzlich. Sonu Sood übernimmt den Part des Antagonisten, kann jedoch außer grimmig drein schauen, nicht wirklich überzeugen. 

Die Aktionszenen sind ebenfalls routiniert umgesetzt, bieten eine gute Choreografie, bieten letztendlich jedoch keine echten Highlights oder Innovationen. Im Großen und Ganzen hat man das von Jackie Chan schon besser gesehen. Allerdings merkt man hier auch deutlich, dass Jackie Chan aufgrund seines Alters vorsichtiger geworden ist und das kann man durchaus verzeihen. 

Innovativ wollte Stanley Tong aber trotzdem sein und so schafften es einige Tiere wie Schlangen, Hyänen und sogar ein Löwe in den Film. Allerdings muss man hier bemängeln, dass diese Szenen nicht durch den Einsatz von echten Tieren entstanden sind, sondern hier vermehrt auf CGI gesetzt wurde. Und "Kung Fu Yoga" beweist, dass CGI nicht immer gut sein muss und alle diese Szenen scheitern an den antiquiert wirkenden Spezial Effekts. 

Allerdings kann der Film durchaus auch positiv Punkten. So sind die internationalen Schauplätze gut gewählt und bildlich toll in Szene gesetzt. Auffällig ist der Bollywood-Einfluss, der sich durch bunte Bilder und etwas Kitsch durchaus bemerkbar macht, aber ins Gesamtkonzept gut passt. Auch wenn hier einige Szenen rund um einen indischen Basar etwas unfein alle Bollywood-Klischees auffährt, so haben die Bilder doch enorme Ausstrahlungskraft.

Die deutsche Lokalisierung von Koch Media ist in allen Belangen ordentlich und erübrigt eine detaillierte Erläuterung. Bild und Ton überzeugen und die Synchronisation ist wie gewohnt.

Insgesamt gesehen ist "Kung Fu Yoga" ein durchschnittliches Stück Film, mit vielen kleinen Macken, die insgesamt aber stören. Der Bollywood-Einfluss wird nicht jedem gefallen und gerade die Spezial Effekt wirken etwas laienhaft. "Kung Fu Yoga" ist insgesamt etwas besser als "Railroad Tigers", kommt aber an "Rumble in the Bronx" bei weitem nicht heran.  

Fazit
durchschnitt 3 von 5

Insgesamt gesehen ist "Kung Fu Yoga" ein durchschnittliches Stück Film, mit vielen kleinen Macken, die insgesamt aber stören. Der Bollywood-Einfluss wird nicht jedem gefallen und gerade die Spezial Effekt wirken etwas laienhaft. "Kung Fu Yoga" ist insgesamt etwas besser als "Railroad Tigers", kommt aber an "Rumble in the Bronx" bei weitem nicht heran.
Kung Fu Yoga1
Kung Fu Yoga
FSK
ab
12
freigegeben
Gong fu yu jia