Review zu "Maquia - Eine unsterbliche Liebesgeschichte"

Titel:Maquia - Eine unsterbliche Liebesgeschichte
Originaltitel:
さよならの朝に約束の花をかざろう
Publisher: Universum Film/Universum Anime
Rezensionsexemplar: Stream zur Verfügung gestellt von der Firma Voll:Kontakt

Produktionsland: Japan 2018
Veröffentlichungsdatum: Kinoevent Mai 2019
Genre: Anime
Spieldauer: ca. 115 Minuten

Rezension

Inhaltsangabe:

Jenseits der Menschenwelt, im Lande Iorph, lebt das Waisenmädchen Maquia im Einklang mit ihresgleichen. Gesegnet mit langanhaltender Jugend verwebt ihre Sippe seit Jahrhunderten das Geschehen eines jeden Tages in einem mystischen Tuch namens Hibiol. Doch das friedliche Leben der Gemeinschaft gerät aus den Fugen, als die Armee aus Mesate gewaltsam in die Stadt eindringt, um sich des langlebigen Blutes zu bemächtigen. Inmitten von Verzweiflung und Chaos gelingt Maquia die Flucht und während sie allein durch den Wald streift, findet sie einen Säugling, den sie Erial nennt und fortan aufzieht. Maquia ist glücklich - doch je älter das Findelkind wird, umso bewusster wird sich Maquia, wie ihre Unsterblichkeit nicht nur ihr eigenes Leben beeinflusst …

Mit "A Silent Voice" konnte die renommierte Anime-Regisseurin Naoko Yamada 2016 einen internationalen Hit landen, der auch in Deutschland veröffentlicht wurde. 2018 folgte dann der Anime "Maquia - Eine unsterbliche Liebesgeschichte" von Mari Okada, den Universum Film/Universum Anime auch in Deutschland veröffentlichen wird und zu dem bereits ein Kinoevent im Mai 2019 statt fand. Dabei ist "Maquia - Eine unsterbliche Liebesgeschichte" das Anime-Debüt von Frau Okada, die den Film für das bekannte Anime-Label P.A.Works inszenierte. 

Dabei zog Mari Okada alle Register des Fantasyfilms und hakt Drachen, Elfen und martialische Armeen ab. Aber reicht das für einen Fantasyfilm, wenn man einfach nur jedes Klischee abhakt? Tolkin Kenner und "Herr der Ringe"-Fans fühlen sich zumindest sofort zuhause, denn Elfen und andere Wesen können durchaus aus dessen Romane stammen und alles ist somit bekannt.

Inhaltlich erzählt Okada allerdings eine tragische Liebesgeschicht, die sich allerdings nicht als Romanze sondern als die Geschichte einer jungen Mutter entpuppt. Daber treten Dinge wie "Selbstaufopferung" und "Sehnsucht einer Mutter" oft in den Vordergrund des Anime und der Film spielt gekonnt mit den Nöten einer jungen, alleinerziehenden Mutter. Alles sehr ergreifend inszeniert.

Dabei haben die Mitarbeiter von P.A. Works ganze Arbeit bei der technischen Umsetzung geleistet und butterweiche Animationen auf höchsten Niveau erstellt. Alles ist sehr fantasievoll umgesetzt und zeigt auf, dass es nicht immer "Studio Ghibli" sein muss, um tolle Animes sehen zu können.

Maquia ist insgesamt gesehen, weder ein reiner Fantasyfilm noch eine banales Familiendrama. Sicherlich wird oft auf die Tränendrüse gedrückt, was ich etwas ermüdend empfinde. Aber die tragischen Momente sind halt Teil des Genre und somit auch nachvollziehbar. Mari Okada hat sicherlich auf Versucht, etwas Gesellschaftkritik einzubinden und so fokussiert sie sich gekonnt auf das Thema "Alleinerziehende", wobei natürlich "Mütter" klar im Vordergrund stehen. Vorwerfen kann man dem Film sicher, dass er schon zu Beginn sehr vorhersehbar ist, aber das ist nicht wirklich ein Problem.

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Fazit
empfehlenswert 3.2 von 5

Eine tragische Liebesgeschichte, die technisch gut umgesetzt ist, aber etwas zu sehr in Fantasyklischees abdriftet. Insgesamt gesehen schön anzusehen, jedoch leider inhaltlich etwas zu vorhersehbar.
Maquia - Eine unsterbliche Liebesgeschichte Cover
Maquia - Eine unsterbliche Liebesgeschichte
FSK
ab
6
freigegeben
さよならの朝に約束の花をかざろう