Review zu "Operation Golden Job"

Titel: Operation Golden Job
Originaltitel:
Golden Job
Publisher: Splendid Film
Rezensionsexemplar: Verkaufs-Bluray

Produktionsland: China 2018
Veröffentlichungsdatum: 29.03.2019
Genre: Aktion, Martial Arts
Spieldauer: ca. 96 Minuten

Rezension

Inhaltsangabe:

Lion (Ekin Cheng) ist der Anführer eines eingeschworenen Söldner-Teams. Gemeinsam mit seinen vier Waffenbrüdern beschließt er, in einer Robin-Hood-ähnlichen Mission wertvolle Medikamente von einem Pharmaunternehmen zu stehlen, um afrikanischen Kindern zu helfen. Die Überraschung ist groß, als sie im Transporter Goldbarren in Millionenhöhe statt Medizin vorfi nden. Die beklauten Gangster sinnen auf Rache, während einer von Lions Kameraden ein falsches Spiel mit der Gruppe zu führen scheint…

Eric Tseng und Jackie Chan haben sich für "Operation Golden Job" zusammen getan und mit dem Originalteam von "Young & Dangerous" versucht, an die alten Zeiten des "Hongkong Actioneers" anzuknüpfen. Chin Kar-lok führte hier Regie und ist neben Ekin Cheng, Jordan Chan und Michael Tse in einer Nebenrolle zu sehen.

Die Story von "Operation Golden Job" ist nicht wirklich umfangreich, hält aber trotzdem einige Überraschungen und Wendungen bereit, die den Film etwas auflockern und etwas Spannung erzeugen. Störend ist aber, die etwas fragwürdige Botschaft des Films. Schon zu Beginn wird eine Art "Ehrencodex" in Bezug auf Freundschaft und Familie eingeführt und man wird immer wieder mit der Nase auf diesen Ehrencodex gedrückt, was wie ein moralischer Zeigefinger wirkt. Aber heiligt wirklich jeder Zweck alle Mittel und ist es wirklich in Ordnung, auch für den guten Zweck kriminell zu werden. Leider verweigert der Film hier eine klare Aussage und hinterlässt einen faden Beigeschmack und letztendlich wird vorhandenes Potential verschenkt.

Schade ist auch, dass der Film sich zu selten wirklich ernst nimmt. An vielen Stellen wirkt der Film gezwungen, gerade in der Darstellung der Protagonisten untereinander, wo dann die Familie "inflationär" hoch gehalten wird. Störend ebenfalls die Dialoge, die ohne das Wort "Papa" einfach nicht auskommen wollen und so sehr gekünzelt wirken, denn eigentlich redet so niemand. Es wirkt albern und trägt zu keiner Zeit wirklich etwas zum Film bei. Schwer zu beurteilen, ob es ggf. an der deutschen Dialogregie oder am Drehbuch liegt.

Was "Operation Golden Job" dann aber zum größten Teil wieder richtig macht, sind die Aktioneinlagen. Egal ob Material Arts Einlagen, Verfolgungsjagden oder ausschweifende Schießereien. Es gibt hier viel zu sehen und gerade die Autostunts erinnern stark an das Hongkong-Kino der 80er Jahre. Nostalgiker freuen sich, Technikfreaks sind dann aber entsetzt, denn einiges ist heute einfach nicht mehr zeitgemäß. Billige Zeitrafferaufnahmen, schlechte, sichtbare CGI-Effekte und merkwürdige Explosionen stören die sonst gut gemachten Verfolgungsjagden und Material Arts Fights. Alles zusammen also eher mittelmäßig.

Der Cast geht in Ordnung, wobei man nicht wirklich Bezug zu einem Charakter aufbaut, denn die Hauptfiguren werden nicht ausgearbeitet. Eine kleine Rückblende erklärt zwar ein wenig über die Vergangenheit auf, ist aber insgesamt zu kurz, um wirklich ausschlaggebend für die Story zu sein. Der Antagonist hätte hier auch wesentlich besser ausgearbeitet werden müssen und fraglich ist auch die Entscheidung, warum man diesen nicht wirklich ernst genommen hat. Man hat selten einen so weinerlichen Charakter gesehen, wie in "Operation Golden Job".

Die deutsche Lokalisierung von Splendid Film ist gewohnt ordentlich und lässt in Sachen Synchronisation, Bild- und Tonqualität kaum negatives bemerken.

Insgesamt ist "Operation Golden Job" ein ordentlicher Actionfilm, der inhaltlich mit einer fragwürdigen Botschaft daher kommt. Etwas nervig sind die schlechten und immer sichbaren CGI-Effekte. Nervig auch die vielen Untertiteleinbledungen bei Soundtrack, die etwas die fragwürdige Message des Films noch unterstreichen sollte. 

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Fazit
durchschnitt 3 von 5

Insgesamt ist "Operation Golden Job" ein ordentlicher Actionfilm, der inhaltlich mit einer fragwürdigen Botschaft daher kommt. Etwas nervig sind die schlechten und immer sichbaren CGI-Effekte. Nervig auch die vielen Untertiteleinbledungen bei Soundtrack, die etwas die fragwürdige Message des Films noch unterstreichen sollte.
Operation Golden Job
Operation Golden Job
FSK
ab
18
freigegeben
黄金兄弟