Review zu "Buybust"

Titel: BuyBust
Originaltitel: -

Publisher: Capelight
Rezensionsexemplar: Bluray - Pressemuster
Produktionsland: Philippinen 2018
Veröffentlichungsdatum: 23.11.2018
Actionfilm
Spieldauer: ca. 127 Minuten


Rezension

Inhaltsangabe:

Nina Manigan (Anne Curtis), Neuling bei der philippinischen Drogenpolizei und Teil einer Eliteeinheit, soll bei einer Razzia einen einflussreichen Drogenboss hochnehmen. Die Mission treibt die Ermittler tief in die labyrinthartigen Gassen der Slums von Manila – bis sie merken, dass bei der Planung schwerwiegende Fehler unterlaufen sind, die sie jetzt das Leben kosten können. Als sie dann noch in einen Hinterhalt geraten, bleibt ihnen keine andere Wahl: Sie müssen sich ohne Rücksicht auf Verluste den Weg freischießen, um dieser Hölle lebend zu entkommen.

"Buy Bust" von Erik Matti mit Anne Curtis, Brandon Vera, Mara Lopez, Arjo Atayde und Aj Muhlach ist ein philippinischer Actionfilm, der es zur Abwechslung mal wieder nach Deutschland geschafft hat. Dabei konkurrieren zurzeit Capelight Pictures und Netflix um die Gunst des Zuschauers, denn beide Firmen haben diesen Film nun in ihr Programm aufgenommen. Erik Matti führt hier nicht nur Regie, sondern ist ebenfalls Produzent und Drehbuchautor von "Buy Bust"

Inhaltlich orientiert sich der Film dann an seinem Filmtitel, denn "Buy Bust" heißt ins Deutsche übersetzt so viel die "Die Übergabe". Angesiedelt in den Slums von Manila, erzählt Erik Matti die Geschichte eines Eliteeinsatzkommandos, das einen Drogenbaron bei einer fingierten Geldübergabe gefangen nehmen soll und dabei in einen Hinterhalt gerät, in dem sie sich nicht nur gegen die Drogenmafia erwehren müssen.

Die Story ist sehr dünn und Anleihen am indonesischem "The Raid" lassen sich kaum übersehen. Im direkten Vergleich zu "The Raid" hat "Buy Bust" allerdings mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen, die insgesamt dazu führen, dass der Film über ein Mittelmaß nicht hinaus kommt.

Als erstes Fallen die sehr unsympathischen Charaktere auf. Erik Matti verzichtet darauf, den Cast richtig einzuführen  und so baut man als Zuschauer keine Verbindung zu den einzelnen Personen auf. Irgendwie hat man auch keine wirkliche Hauptperson, der man auch folgen möchte, denn Anne Curtis, die hier ganz klar im Fokus von Matti steht, war nicht wirklich eine Sympathieträgerin.

Auch der übrige Cast strotzt vor stereotypischen Charakteren, die allesamt unlogisch, unrealistisch und vorhersehbar agieren. Gleiches kann man natürlich "The Raid" vorwerfen, wobei dieser Film einen ganz klaren Pluspunkt vorweisen konnte - die Actionszenne. "Buy Bust" macht dann aber in Bezug auf die Action alles falsch, was man nur falsch machen kann.

Erstmal ist ersichtlich, dass die meisten der Protagonisten nicht wirklich kampferprobt sind und die Kampfszenen dann viel an Dynamik vermissen lassen. Gerade die Schlägereien und Nahkämpfe wirken eher als billige Kneipenschlägerei und nicht wie ausgefeilte Aktionszenen und man stellt sich nicht nur einmal die Frage, warum die Hauptprotagonisten nicht einfach von den heranstürmenden Massen überrannt werden.

Hier hätte man einiges mit Kameraeinstellungen und harten, schnellen Schnitten karschieren können. Aber das scheint Erik Matti irgendwie übersehen zu haben. Insgesamt muss man hier auch die Kameraführung bemängeln, die in den engen Gängen oft sehr nah am Geschehen war und so gerade in den Massenkämpfen an Übersicht vermissen lies. Oftmals war überhaupt nicht ersichtlich, wem man da überhaupt in dieser Szene folgte, wer mit wem gerade kämpft oder wer gerade getötet wurde. Einfach viel zu undurchsichtig.

Die deutsche Synchronisation war auch irgendwie komisch, wobei dieses mehr an den merkwürdigen Dialogen lag, als an den Sprechern. Bei der dünnen Story war auch nicht viel Platz für sinnvolle Dialoge, so wurden dann lediglich einige Oneliner eingebunden, die nicht wirklich zünden wollten.

Der Ton war insgesamt recht dumpf, wobei mir insbesondere die Schießereien klanglich überhaupt nicht gefielen, wobei der Surroundsound nicht wirklich als dieser zu bezeichnen ist. Aus technischer Sicht konnte lediglich dem Bild etwas positives abgewinnen. Trotz, das der Film überwiegend im Dunkeln spielte, waren die Szenen immer gut zu erkennen, gut ausgeleuchtet und kontrastreich.

 

(c) Gelber Drache 2018 (mit freundlicher Unterstützung von Capelight Pictures)

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Fazit
durchschnittlich 2.6 von 5

BuyBust ist in allen Belangen durchschnittlich. Den Schauspielern wird insgesamt nicht viel abgefordert, die Action ist langweilig und inhaltlich bekommt man hier eine Kopie des indonesischen Actionhits "The Raid" geboten, wobei noch nicht mal versucht wird, die Anleihen zu verstecken.
BuyBust
BuyBust
FSK
ab
18
freigegeben
BuyBust