Review zu "China Salesman"

Titel: China Salesman
Originaltitel:
中国推销员
Publisher: Eurovideo
Rezensionsexemplar: Verkaufs-DVD

Produktionsland: China 2017
Veröffentlichungsdatum: 06.09.2018
Genre: Aktion,
Spieldauer: ca. 106 Minuten

Rezension

Inhaltsangabe:

Der junge chinesische Geschäftsmann Yan Jian (Dong-xue Li) soll in Afrika einen Vertrag für die erste Mobilfunk-Technologie abschließen und bekommt es mit einem korrupten Mitbewerber zu tun. Der lokale Stammesnagehörige Kabbah (Mike Tyson) und der Söldner Lauder (Steven Seagal) werden in den Konflikt mit reingezogen und liefern sich einen knallharten und brutalen Kampf Mann gegen Mann, während das Land vor einem Bürgerkrieg steht.

Bei "China Salesman" handelt es sich um das Regiedebüt von Tan Bing, der insgesamt über 20 Millionen Dollar für die Produktion dieses Aktionfilms zur Verfügung hatte.

Ähnlich wie "Wolf Warrior 2" ist die Geschichte in Afrika angesiedelt und handelt von einem großen Mobilfunk-Deal, der die Wirtscfhaft eines afrikanischen Landes ankurbeln soll. Allerdings kann man nicht behaupten, dass der Inhalt wirklich Sinn ergibt.

Denn "China Salesman" ist ganz klar ein chinesischer Propaganderfilm, der den Westen verteufelt und die Chinesen gloriefiziert und das Ganze noch mit tatkräftiger Unterstützung von Steven Segal und Mike Thyson. Logische Zusammenhänge sucht man hier vergebens. Der Film ist so mit stereotypischen Charakteren versehen, dass man sich die Story ohne große Überraschungen eigentlich selbst zusammenstellen kann. Insoweit kann man auch hier Paralelen zu "Wolf Warrior" ziehen.

Aber erschwerend kommt noch hinzu, dass der Film an vielen Stellen rassistisch ist und die Bewohner Afrika´s als Wilde darstellt, die sogar ihre kleinen Kinder mitten in der Wüste ohne Betäubung beschneiden wollen. Um dieses hier zeigen zu können, wird extra eine 10 minütige Aktionsequenz eingebaut, die rein gar nichts zum Inhalt des Films beiträgt.

Die deutsche Lokalisierung des Films richtet sich dann auch eher an die Aktionfans, die nicht auf Inhalt setzen sondern einfach nur sinnlose Aktion wollen. Und die bekommt man durchaus geboten und das durch das 20 Millionen Dollarbudget auch recht ansehnlich. Viele Schießereien, Explosionen und einige Martial Arts Fights gibt es durchaus in einer sehenswerten Qualität zu sehen. Wer aber viel Wert auf die beiden Schauspieler Segal und Thyson legt, wird derbe enttäuscht. Denn diese beiden Teffen nur kurz aufeinander und haben ansonsten weniger Screentime, als der Hauptcast. Die beiden sind hier halt nur Nebendarsteller.

Die Synchronisation ist nicht ganz gut gelungen, da die Sprecher einen B-Movie Charme versprühen, was für eine Produktion wie "China Salesman" aber durchaus passend ist. Das Bild kommt in einem Format von 2,20 : 1 daher, was durchaus etwas ungewöhnlich ist, präsentiert sich dabei auch erstaunlich klar und rauschfrei. Auch der Suroundsound ist ordentlich abgemischt und sehr dynamisch, so dass man einen ordentlichen Raumklang geboten bekommt, wenn man einen ordentlichen Receiver sein eigen nennen kann.

"China Salesman" ist insgesamt gesehen reine Propaganda, gemischt mit etwas Rassismus, bei dem die technischen Details und die Umsetzung durchaus hochwertig sind. Wer sich vom Inhalt nicht abschrecken lässt und wenig Gedanken an einen Film verschwenden will, ist hier durchaus richtig.

Tags
Fazit
durchschnitt 2.9 von 5

"China Salesman" ist insgesamt gesehen reine Propaganda, gemischt mit etwas Rassismus, bei dem die technischen Details und die Umsetzung durchaus hochwertig sind. Wer sich vom Inhalt nicht abschrecken lässt und wenig Gedanken an einen Film verschwenden will, ist hier durchaus richtig.
China Salesman
China Salesman
FSK
ab
16
freigegeben
中国推销员