Review zu "Die verborgene Festung - Hidden Fortress"

Titel: The Twilight Samurai - Krieger der Dämmerung
Originaltitel: 隠し砦の三悪人

Publisher: Cultmovie Entertainment im Vertrieb der KNM Home Entertainment GmbH
Rezensionsexemplar: Bluray - gekauft bei Amazon

Produktionsland: Japan 2008
Veröffentlichungsdatum: 14.08.2013
Genre: Historienfilm
Spieldauer: ca.118 Minuten

Rezension

Inhaltsangabe:

Im mittelalterlichen Japan überfällt der Clan der Yamana den Stamm der Akizuku, tötet den amtierenden Herrscher und zwingt die letzte fürstliche Überlebende zur überstürzten Flucht. Begleitet nur von ihrem getreuen Leibwächter und zwei ortskundigen, aber anderweitig ahnungslosen Gaunern, muss Prinzessin Yuki das feindlich besetzte Land durchqueren, um über die Grenze zum befreundeten Nachbarclan zu gelangen. Erschwert wird die Flucht durch eine hartnäckigen Verfolger und den Umstand, dass ein Goldschatz mit im Spiel ist.

Bei „Die verborgene Festung – Hidden Fortress“ handelt es sich um ein Remake des Akira Kurosawa Klassikers „Die verborgene Festung“ aus dem Jahr 1958. Shinji Higuchi war 2008 als Regisseur für die Umsetzung verantwortlich. Auch wenn Shinji Higuchi schon seit 1984 im Filmgeschäft tätig ist, war „Die verborgene Festung – Hidden Fortress“ (Originaltitel: The last Princess) erst seine dritte Regiearbeit. Davor hat er sich als Writer, Assistent Special Effects Director und Asststant Director sein Geld verdient sowie Regie bei den Filmen Lorelei: The Witch of the Pacific Ocean 2005 und Sinking of Japan 2006 geführt.

Das er dann als Regisseur nicht so erfahren war, sieht man von der ersten Minute an. Auch wenn Shinji Higuchi sich am Kurosawa-Klassiker orientiert, fehlt ihm einfach die Genialität in der Umsetzung. Insgesamt wirkt die Inszenierung stümperhaft und unmotiviert.

Der Cast ist überaus nervig und es wirkt, gepaart mit der etwas merkwürdigen deutschen Synchronisation, albern. Der Antagonist wirkt wie ein billiger Darth Vader und auch seine Schergen erinnern stark an die Sturmtruppen aus Star Wars. Ich weiß nicht, ob dieses beabsichtigt war, aber auch wenn nicht, stört es trotzdem.

Und wenn man als Referenz noch das Original von Akira Kursosawa heran zieht, geht „Die verborgene Festung – Hidden Fortress“ ganz die Luft aus. Selbst das große Finale am Schluss will nicht so recht zünden.

Das Bild der Bluray-Version ist klar, aber es fehlt irgendwie der Kontrast und es ist mit einer Art „Nebel“ überzogen. Der Ton, insbesondere die Soundeffekte gehen in Ordnung, aber die deutsche Synchro überzeugt nicht. Wie bei vielen japanischen Filmen hat auch die deutsche Synchro mit einigen Übersetzungsfehlern zu kämpfen, die in „Die verborgene Festung – Hidden Fortress“ aber nicht negativ ausfallen.

Insgesamt haben wir hier eine unmotivierte und einfallslose Kurosawa-Kopie, die nicht wirklich Spaß macht. Dann doch lieber das Original aus 1958.

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Fazit
durchschnitt 2.7 von 5

Insgesamt eine unmotivierte und einfallslose Kurosawa-Kopie, die nicht wirklich Spaß macht. Dann doch lieber das Original aus 1958.
隠し砦の三悪人1
Die verborgene Festung - Hidden Fortress (Remake 2008)
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