Review zu "First Love"

Film Infos
Titel First Love
Originaltitel 初恋
Publisher
Rezensionsexemplar Pressemuster Bluray von Entertainment Kombinat GmbH
Produktionsland/-jahr Japan - 2019
Veröffentlichungsdatum Japan: 28.02.2020 (Kinostart) Deutschland: 05.05.2020 (DVD) Deutschland: 05.05.2020 (Bluray)
Genre
Drama
Spieldauer 105 Minuten

Rezension

Inhaltsangabe:

Nach einem verlorenen Kampf und einer unheilvollen Diagnose stolpert Boxer Leo (Masataka Kubota) wie betäubt durch das nächtliche Tokio. Dort trifft er zufällig auf das drogensüchtige Callgirl Monica (Sakurako Konishi). Leo ahnt zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass ein korrupter Polizist, die Yakuza und eine Auftragskillerin der chinesischen Triade eine blutige und bleihaltige Nacht einläuten werden…

First Love

Das japanische Kino ist oft schwierig zu beurteilen und gerade, wenn man Werke von Takashi Miike bewerten soll, kann es durchaus mal kontrovers hergehen. Während sich z.B. die durchschnittlichen Wertungen auf www.rottentomatoes.com auf 97% einpendelte hatten und die Userbewertung mit 88% ebenfalls noch sehr hoch sind, bin ich zwiegespalten, was mein Ergebnis zu diesem Film angeht.

Zum einen bleibt die Story hinter meinen Erwartungen zurück, denn gerade zum Ende hin hätte man das gesamte Geschehen etwas interessanter gestalten können. Gerade die beiden Hauptprotagonisten bleiben von Beginn an eindimensional und man hat es sogar anfänglich nicht ganz einfach, die Hauptprotagonisten als solche zu erkennen.

Die Story ist einfach, wobei das Drehbuch durch die etwas wirre Erzählweise, eine Komplexität vorgaukelt, die so nicht vorliegt. Einfache Charaktere, ohne Tiefgang und sehr plakativ dargestellt, langenweilen eigentlich. Denn wer das japanische Kino und Filme von Miike kennt, kann schon sehr schnell erahnen, wie der Film letztendlich enden wird.

Auch wenn der Film an vielen Stellen brutal ist, fehlt mir die „Brutalität“ des echten Lebens, denn gerade das Callgirl Monice wirkt für eine drogensüchtige Prostituierte einfach zu brave, zu oberflächlich und sogar recht langweilig. Ihr „hartes“ Leben wird lediglich angerissen und es wird zu wenig auf das kriminelle Milieu und das Umfeld eingegangen.

Schauspielerisch stört hier in vielen Szenen mal wieder das asiatisch Overacting und auch hier gilt, man hätte etwas ernsthafter mit den Charakteren umgehen können.

Bild und Ton sind in Ordnung und auch die deutsche Synchronisation ist insgesamt stimmig. Bonusinhalt findet man keine, wenn man vom Originaltrailer mal absieht.

Ich war von „First Love“ insgesamt enttäuscht und stelle für mich fest, dass dieses einer der schlechteren Filme von Takashi Miike ist. Anfänglich vorhandenes Potential verpufft durch ein wirres Storytelling, gepaart mit oberflächlichen Charakteren. Man hätte hier mit etwas ernsthaftere Herangehensweise einen tollen Yakuza-Film als Ergebnis bekommen können. So aber bleibt es bei einem seichten, durchschnittlichen Film.

 

First Love1
First Love1
First Love2
First Love2
First Love3
First Love3
First Love4
First Love4
First Love5
First Love5
First Love6
First Love6
First Love7
First Love7
First Love8
First Love8
First Love9
First Love9
First Love10
First Love10
First Love11
First Love11
First Love12
First Love12

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Fazit
durchschnitt 2.7 von 5

Ich war von „First Love“ insgesamt enttäuscht und stelle für mich fest, dass dieses einer der schlechteren Filme von Takashi Miike ist. Anfänglich vorhandenes Potential verpufft durch ein wirres Storytelling, gepaart mit oberflächlichen Charakteren. Man hätte hier mit etwas ernsthaftere Herangehensweise einen tollen Yakuza-Film als Ergebnis bekommen können. So aber bleibt es bei einem seichten, durchschnittlichen Film.
First Love
First Love
FSK
ab
18
freigegeben
初恋