Review zu "Headshot"

Titel: Headshot
Originaltitel: -

Publisher: Koch Media / Koch Films
Rezensionsexemplar: Verkaufs DVD / Verkaufs-Bluray Iko Uwais Triple Action
Produktionsland: Indonesien 2016
Veröffentlichungsdatum: 08.06.2017
Genre: Martial Arts, Aktion
Spieldauer: ca. 114 Minuten

Rezension

Inhaltsangabe:

Für den jungen Profikiller Abdi endet der geplante Ausstieg aus der Verbrecherorganisation des mächtigen Mr. Lee nach einem Kopfschuss beinahe tödlich. Ohne Erinnerung an sein früheres Leben erwacht er nach zwei Monaten im Koma in der Obhut der jungen Medizinstudentin Ailin, die bald darauf von seinem ehemaligen Arbeitgeber gekidnappt wird. Um sie zu befreien, muss sich der kampferprobte Ex-Killer seiner Vergangenheit stellen und sich durch eine Armee bestens ausgebildeter Schergen kämpfen.

Der Filmtitel gibt schon einen kleinen Einblick in die Story. Im Mittelpunkt steht der Profikiller Abdi, der durch einen Kopfschuss sein Gedächtnis verliert und nach 2 Monaten im Koma und ohne Erinnerung an sein früheres Leben in der Obhut der jungen Studentin Ailin erwacht. Kurze Zeit darauf wird er auch schon von seinem ehemaligen Auftraggeber gejagt und Abdi muss sich seiner Vergangenheit und etlichen ausgebildeten Killern entgegen stellen.

Die indonesischen Genre-Spezialisten „The Mo Brothers“ (Timo Tjahjanto, Kimo Stamboel) haben bei diesem Film Regie geführt und als Ergebnis ein wahnsinnig gewalttätigen Film produziert, der physisch von den Schauspielern einiges abgefordert haben durfte. Die Kämpfe sind schnell, oftmals blutig in Szene gesetzt worden und ähnlich wie bei „The Night comes for us“ kommen hier viele Utensilien zweckentfremdet zum Einsatz.

Aber leider hat man hier weniger Wert auf Realismus gelegt, wobei hier natürlich der Einwand „ist doch normal“ nicht ganz von der Hand zu weisen ist. Insgesamt stört mich auch nicht, „das“ man keinen Wert auf Realismus legt, sondern „wie“ man hier dieses macht. Fast sämtliche Kämpfe sind nach dem gleichen Muster ausgelegt: viel schießen, nix treffen, den Gegner mit Martial Arts erledigen. Gerade in den Hauptfights ist dieses leider ein großer Kritikpunkt und es sieht schon recht „dumm“ aus, wenn man eine volle Maschinengewehrladung auf einen Gegner abfeuert und einfach nicht treffen will, obwohl der Abstand gerade mal 3-4 Meter betragen dürfte. Nachdem das Magazin dann leer ist, wird mit Messern, Händen, Füssen und allem was so rumsteht, weiter gekämpft, bis einer der Protagonisten das zeitliche segnet.

Die Story ist insgesamt nicht wirklich gut ausgearbeitet, lässt Tiefe und Charakterentwicklung vollends vermissen. Es wurde noch ein kleiner, romantischer Subplot eingebunden, der aber nicht darüber hinweg täuschen kann, dass die Story hier absolute Nabensache ist.

Der Cast setzt sich gut zusammen. Sunny Pang als Antagonist ist eine gute Besetzung und harmonisiert mit Iko Uwais wirklich gut. Schauspielerische Leistung wird hier nicht wirklich abgefordert, vielmehr ist die physische Verfassung der einzelnen Protagonisten von Wert, da es hier auf die Aktion ankommt und nicht auf Schauspiel. Und da sind alle Protagonisten gut gewählt und als Ergebnis bekommt man wirklich einen Film schnörkelloser, harter und brutaler Aktion geboten.

Koch Media hat in „The Raid“ und „The Raid 2“ auf Robin Kahnmeyer als Synchronsprecher für Iko Uwais gesetzt. In „Headshot“ hat man dann aber Boris Tessmann genommen, der für meinen Geschmack nicht passend ist. Insgesamt wirkt die Synchronisation von „Headshot“ etwas „semiprofessionel“, was insgesamt etwas störend ist. Sonst ist die deutsche Lokalisierung in Ordnung und lässt in Sachen Bild und Ton keine weiteren Schwächen erkennen.

Insgesamt ist „Headshot“ ein ordentlicher Aktionfilm. Aber so Spektakulär die Aktion auch ist – hier werden immer wieder realistische Grenzen überschritten, die das Ganze unglaubwürdig machen. „The Raid“ Fans kommen auf ihre Kosten, auch wenn die Finessen von Gareth Evans fehlen.

Fazit
durchschnitt 2.9 von 5

Insgesamt ist „Headshot“ ein ordentlicher Aktionfilm. Aber so Spektakulär die Aktion auch ist – hier werden immer wieder realistische Grenzen überschritten, die das Ganze unglaubwürdig machen. „The Raid“ Fans kommen auf ihre Kosten, auch wenn die Finessen von Gareth Evans fehlen.
Headshot
Headshot
FSK
ab
18
freigegeben
Headshot