Review zu "Monstrum"

Titel: Monstrum
Originaltitel:
물괴
Publisher: Koch Media / Koch Films
Rezensionsexemplar: Rezensionsexemplar Bluray von Koch Films
Produktionsland: Südkorea 2018
Veröffentlichungsdatum: 25.04.2019
Genre: Fantasy, Horror
Spieldauer: ca. 101 Minuten

Rezension

Inhaltsangabe:

Anfang des 16. Jahrhunderts wütet die Pest in Korea - besonders stark betroffen ist die Region um den Berg Ingwansan. Neben der Tod bringenden Seuche muss die Bevölkerung auch eine blutrünstige Bestie fürchten, die sich in der rauen Gebirgslandschaft auf Menschenjagd befinden soll. Als Berichte davon zum Hof von König Jungjong vordringen, schickt dieser seinen Elitesoldaten Jin Yong gemeinsam mit dem erfahrenen Offizier Yoon Gyeom und der geheimnisvollen Myung in die Provinz, um das Monstrum zu jagen und zu töten. Endet das Spezialkommando als Frischfleisch für die Bestie?

Koreanische Monsterfilme genießen seit "The Host" aus dem Jahr 2006 eine gewissen Kultstatus. Allerdings konnten in den letzten Jahren an den Erfolg von "The Host" nur schwierig angeknüpft werden, da die Qualität etwas zu wünschen übrig lies und Filme wie "Sektor 7" in Deutschland eher floppten.

Koch Films bringt nun mit "Monstrum" ein neuen südkoreanischen Monsterfilm nach Deutschland, der versucht, sich etwas aus der Masse der Monsterfilme abzusetzen. Monsterfilme mit historischen Bezug auf Südkorea haben zur Zeit Hochkonjuktur und so ist "Monstrum" ebenfalls hier angesiedelt und spielt in Südkorea von 1527. Das der Film mit etwas höherem Budget als normal produziert wurde, sieht man gleich am Anfang bei der Umsetzung des Settings. Gut gestaltete Kulissen und Kostüme lassen einen förmlich in die Welt abtauchen.

Die Story wird als Mix aus Politthriller und Monstermovie erzählt. Zu meinem Leidwesen gespickt mit dem typisch asiatischen Humor und eine etwas unpassende Romanze wurde ebenfalls in die Story eingeflochten. Das die ersten beiden Komponenten gut zusammen spielen, hat schon der südkoreanische Zombiefilm "Rampant" bewiesen. Hätte man sich hier drauf beschränkt, wäre auch aus "Monstrum" ein super spannender Monsterfilm werden können. Aber leider passt der eingebundene Humor so gar nicht in das ernste Thema und nervt gerade zu Beginn des Films.

Der Cast ist zwar gut gewählt, aber leider fordert das Drehbuch einfach zu wenig von den Schauspielern ab, da sämtliche Protagonisten eher eindimensional und klischeehaft geschrieben sind. Insgesamt ist die Story nicht wirklich ausgefeilt und es fehlen an einigen Stellen nachvollziehbar Handlungen der Charaktere. Gerade die Beweggründe des Antagonisten wird nicht hinreichend ausgearbeitet, so dass man zwar einen Bösewicht präsentiert bekommt, der aber nicht wirklich nachvollziehbar handelt.

Der eigentliche Star des Films ist das titelgebende "Monstrum", welches leider zu lang benötigt, bis es auf der Bildfläche erscheint. Aber wenn es erstmal da ist, macht der Film richtig Spass. Das Monster ist zwar mit CGI umgesetzt, wobei man sich hier aber richtig Mühe gegeben hat und mal etwas Abseits von Zombies und den üblichen Monstermarken, mal etwas neues zu Gesicht bekommt.

Etwas negativ fällt manchmal die Kameraführung auf, die viel zu hektisch wirkt und manche Szenen nicht wirklich gut einfangen und gerade das Hauptgeschehen aus dem Auge verlieren.

Die Umsetzung von Koch Films ist in auch gut gelungen, wobei die Synchronisation an manchen Stellen etwas ausgefeilter hätte sein können. Gerade einige Nebencharakter wirken unmotiviert und etwas langweilig. Die Surroundeffekte sind gut abgemischt und haben einen guten Raumklang zur Folge. Das Bild gibt keinen Anlass zur Kritik, so das aus technischer Sicht alles in Ordnung ist.

Trotz einiger Schwächen macht "Monstrum" viel Spass und lässt Fan´s von Filmen wie "The Host" wieder freudig strahlen. Ein tolles Monster in einem historischen Bezug mit viel guter Aktion lässt die anfänglichen humoristischen Aussetzer schnell vergessen.

Fazit
empfehlenswert 3.3 von 5

Trotz einiger Schwächen macht "Monstrum" viel Spass und lässt Fan´s von Filmen wie "The Host" wieder freudig strahlen. Ein tolles Monster in einem historischen Bezug mit viel guter Aktion lässt die anfänglichen humoristischen Aussetzer schnell vergessen. "Monstrum" war dabei noch etwas besser als der gelungene "Rampant".
Monstrum
Monstrum
FSK
ab
16
freigegeben
물괴