Review zu "One Cut of the Dead"

Titel: One Cut of the Dead
Originaltitel:
カメラを止めるな!
Publisher: Koch Films
Rezensionsexemplar: Pressemuster von Koch Films GmbH

Produktionsland: Japan 2017
Veröffentlichungsdatum: 23.05.2019
Genre: Horrorkomödie
Spieldauer: ca. 97 Minuten

Rezension

Inhaltsangabe:

In Panik und mit einer Axt in den zitternden Händen versucht die junge Frau, sich ihren zombiefizierten Freund vom Leib zu halten. Leider vergebens. Da stürmt plötzlich Higurashi (Takayuki Hamatsu) wutentbrannt heran: Schon wieder hat sein semi-talentierter Cast eine Szene versaut - im 42. Take! Der Nachwuchsregisseur will doch einfach nur einen blutigen Zombiefilm drehen. Als aus heiterem Himmel echte Zombies auf der Bildfläche erscheinen, sind Higurashis Probleme gelöst. Flugs schnappt er sich die Kamera und hält damit auf seine Crew und die Schauspieler, die endlich in echter Panik vor den realen Untoten Reißaus nehmen.

Japanische Horrorfilme sind dafür berüchtigt, überdurchschnittlich trashig zu sein. Markenzeichen dieser Filme sind dann übermäßig viel Blut, übertriebene Splattereffekte, eine dünne Story und schauspielerische Leistungen, die zu wünschen übrig lässt. Ein der bekanntesten japanischen Regieseure für dieses Genre ist Noboru Iguchi, der für Filme wie "Robo Geisha", "Mutant Girl Squad" oder "Zombie Ass" verantwortlich ist.

Noboru Iguchi war zwar an "One Cut of the Dead" nicht beteiligt, aber zumindest der Anfang des Films erinnert stark an seine Werke. Aber warum wurde dieser Film dann in kürzester Zeit zum Geheimtipp und worin unterscheidet sich dieser Film von Iguchis Werke?

Wenn man sich die ersten Minuten des Films dann so ansieht, stellt man als Zuschauer unweigerlich den Erfolg des Films in Frage und das sogar "bis zum Abspann". Aber ohne zuviel vorweg nehmen zu wollen, kann man sagen, dass der Film eigentlich erst "nach dem Abspann" beginnt. Und das ist wirklich mal eine gut Idee und ein Geniestreich in Sachen storytelling.

Hier gebietet sich es dann aber leider auch, nicht näher auf den Inhalt des Films einzugehenm um nicht zuviel Überraschungen vorweg zu nehmen. Daher nur soviel... der Film wandelt sich von einem Low-Budget-Zombie-Flick zu einer liebevollen Hommage ans Genre, das mit viel Witz und tollen Ideen daher kommt.

Insgesamt möchte ich aber die Erwartungshaltung nicht zu hoch schrauben, daher gleich der Hinweis, dass man zu jeder Zeit sieht, das es sich bei "One Cut of the Dead" um ein Low-Budget-Film handelt. Weder Spezialeffekte noch die schauspielerischen Leistungen stehen hier im Mittelpunkt, so kann man die "mittelmäßige" Leistungen in diesen Bereichen vernachlässigen.

Koch Films bringt den Film insgesamt in 3 Versionen auf den Markt, wobei ich lediglich die DVD- und Bluray-Disks beurteilen kann, da mir die Verpackungen, insbesondere das Mediabook nicht vorlagen. Bereits in den ersten Minuten des Films war mir die gewöhnungsbedürftige Synchron aufgefallen, die nicht so ganz zum Film passen wollte. Die Dialoge waren etwas "hölzern" und die Stimmen oft unpassend und insgesamt wirkte der Sound, insbesondere auf der Bluray, etwas dumpf. Bildtechnisch war alles in Ordnung und erfreulicherweise liegen hier viele Bonusinhalte bei.

Insgesamt ist "One Cut of the Dead" eine originelle Horrorkomödie, die mal einen etwas anderen Ansatz von "storytelling" versucht und dadurch sehr erfolgreich ist. Ein geglücktes Low-Budget Projekt mit mittelmäßigen schauspielerischen Leistungen.

Tags
Fazit
durchschnitt 3 von 5

Insgesamt ist "One Cut of the Dead" eine originelle Horrorkomödie, die mal einen etwas anderen Ansatz von "storytelling" versucht und dadurch sehr erfolgreich ist. Ein geglücktes Low-Budget Projekt mit mittelmäßigen schauspielerischen Leistungen.
One Cut of the Dead
One Cut of the Dead
FSK
ab
16
freigegeben
カメラを止めるな!