Review zu "Railroad Tigers"

Titel: Railroad Tigers
Originaltitel:
铁道飞虎
Publisher: Koch Media
Rezensionsexemplar: Verkaufs-DVD

Produktionsland: China 2016
Veröffentlichungsdatum: 23.11.2017
Genre: Aktion
Spieldauer: ca. 119 Minuten

Rezension

Inhaltsangabe:

Als die japanische Besatzungsmacht 1941 ihr Einflussgebiet über eine militärische Transportlinie in Ostchina ausweitet, schlägt die Stunde einiger rebellischer Bahnarbeiter. Angeführt von Ma Yuan (Jackie Chan) schwingen sich die sogenannten "Railroad Tigers" zur letzten Bastion des chinesischen Widerstandes auf, die japanische Züge überfällt, um die Bevölkerung mit Nahrung zu unterstützen. Bis sie den Auftrag erhalten, einen schwer bewachten Munitionstransport zu überfallen und eine Brücke zu sprengen...

Das Jackie Chan mittlerweile in die Jahre kommt, ist jedem klar und es zeigt sich auch immer mehr, dass er immer öfters eher ruhigere Rollen übernimmt, in denen er nicht mehr ganz soviel Aktion zeigen muss. So auch im 2016 entstandenen „Railroad Tigers“, in dem er die Hauptrolle übernimmt, aber die Hauptaktion oftmals beim Nebencast zu finden ist.

Aber das ist nicht das eigentliche Problem von „Railroad Tigers“. Es fängt schon mit der Rahmenhandlung an, die für den gesamten Film eigentlich unnötig ist. Unnötig auch, die gesamte Einleitung, die jeden unkonzentrierten Zuschauer mit Überschriften und schriftlichen Erläuterungen zu jedem einzelnem Charakter aufklären möchte. Eigentlich ein redundantes Stilmittel, da der Plot absolut dünn ist und eigentlich nicht viel Aufmerksamkeit erfordert.

Mit voranschreiten der Geschichte wird dann eine weitere Schwäche des Films sichtbar, die sich auch bis zum Ende des Films durchzieht. Die Mischung aus brutalem Kriegsdrama und Slapstick-Komödie will einfach nicht wirklich funktionieren. Es ist vielmehr irritierend, weil man als Zuschauer nicht beurteilen kann, wo der Film denn hin will, gerade weil das Thema eigentlich interessant ist und viel mehr Feinheiten im der Umsetzung benötigt hätten. Was Ding Sheng hier präsentiert, ruft oftmals Stirnrunzeln hervor, insbesondere weil man sich hier selbst widerspricht und zu allem Überfluss auch noch chinesische Propaganda eingebunden hat. Richtig ernst kann man das Ganze nicht nehmen, Lachen aber auch nicht, da es nicht wirklich witzig ist, nur albern. Der Cast hat nicht viel zu tun, da alle Chraktere nur Karikaturen ohne inhaltliche Tiefe sind.

Dabei zieht sich der Anfang des Film durch das gewählte Stielmittel zu lang und erst am dem letzten Drittel des Films kommt etwas Abenteuerstimmung auf, denn ab hier spielt sich alles auf einem Zug ab und Ding Sheng hat sich einige einfallen lassen, um den Zuschauer zu unterhalten. Somit ist der Film dann doch sehenswert und man wird für den langweiligen Start des Films entschädigt.

Die Lokalisierung von Koch Media ist ordentlich geworden. Die Synchronisation kommt mit den bekannten Sprechern daher, die routiniert eine ordentliche Arbeit abliefern. Das Bild ist kontrastreich und der Ton kommt mit einem schönen Raumklang daher, der allerdings etwas frontlastig wirkte.

Insgesamt ist „Railroad Tigers“ ein durchschnittlicher Aktionfilm, der am Spagat zwischen Komödie und Kriegsdrama scheitert. Die Slapstick-Einlagen sind oft nicht witzig und wollen nicht zur eigentlichen Brutalität des Films passen. Lediglich das letzte Drittel des Films kann etwas Spannung aufbauen, so das "Railroad Tigers" einer der schlechteren Jackie Chan Filme ist.

Fazit
durchschnitt 2.8 von 5

"Der Film ist eine komische Mischung aus Kriegsfilm und schräger Komödie. Einige Szenen waren noch amüsant, doch das Gesamtpaket ist nicht so das Wahre. Ich fand es zwar toll wieder Mal Vater und Sohn (Jackie & Jaycee) vor der Kamera zu sehen bzw. die Vater-Sohn Witze/Andeutungen die im Film gemacht wurden oder der Song von Little Big Solider der hier wieder auftaucht oder den kurzen Gastauftritt am Ende von Andy Lau, aber der Film als Ganzes bietet meiner Meinung nach weder eine packende Story, noch richtig gute Unterhaltung oder besonders eindrucksvolle Kämpfe. Ausserdem ist er überladen mit Special Effects, hat einen komischen Schnitt und Comic Animationen, die mir auch nicht wirklich zusagten" - Osamu Kudo
Railroad Tigers
Railroad Tigers
FSK
ab
16
freigegeben
铁道飞虎