Review zu "Triple Threat"

Titel: Triple Threat
Originaltitel:
Triple Threat
Publisher: Koch Films
Rezensionsexemplar: Pressemuster von Koch Films
Produktionsland: Thailand, China, USA 2019
Veröffentlichungsdatum: 28.03.2019
Martial Arts, Aktion
Spieldauer: ca. 93 Minuten

Rezension

Inhaltsangabe:

Milliardärstochter Xian sagt einem Verbrechersyndikat den Kampf an. Schnell heftet sich eine vom skrupellosen Collins geführte Söldnereinheit an ihre Fersen. Zum Glück für die Lady grätscht ein Kämpfer-Trio dazwischen. Die Martial-Arts-Experten beschützen Xian mit jeder Faser ihrer sehnigen Körper. Allerdings haben die Jungs untereinander noch ein alte Rechnung offen - was ihren Job, den Jägern stets einen Kick, einen Handkantenhieb oder eine Feuersalve voraus zu sein, mächtig erschwert...

In 2017 gab es die ersten Informationen zu "Triple Threat" und schon damals ließen Namen wie Iko Uwais, Tony Jaa, Tiger Chen, Scott Adkins, Michael Jai White und Jeeja Yanin das Herz der Martial Arts- und Aktionfans höher schlagen. Einen besseren Cast sieht man selten und eigentlich kann das Ergebnis nur überzeugen, oder?

„Triple Threat“ macht von Beginn an keinen Hehl daraus, dass er ein reiner Aktionfilm sein will. Regisseur Jesse V. Johnson verschwendet keine Zeit auf Charaktervorstellung oder eine große einleitende Geschichte. Vielmehr wird man gleich zu Anfang mit der ersten Aktionsequenz überrascht, die einem klar den Weg des Films aufzeigt. Die Aktion steht klar im Vordergrund und daher können Tony Jaa, Uko Uwais, Tiger Chen und vor allem Scott Adkins zeigen, was sie körperlich leisten können. Dabei sind die Martial-Arts-Einlagen wirklich sehenswert und ohne die Leistung der drei asiatischen Hauptprotagonisten schmälern zu wollen, sticht hier Scott Adkins physisch einfach heraus. Seine Kampfeinlagen wirken dynamischer, schneller und insgesamt etwas härter, als es beispielsweise Iko Uwais hier zeigt.

Das bei Aktionfilmen die Geschichte eher eine Nebenrolle einnimmt und oftmals nur als Bindeglied zwischen den Aktionsequenzen dient, ist klar und eigentlich auch hier kein Problem, denn inhaltlich ist „Triple Threat“ in Ordnung. Die Story ist zwar nicht innovativ und gewinnt bestimmt keinen Preis für besondere Originalität, ist insgesamt jedoch zweckmäßig.

Aber negativ fällt das Story-Telling von Regisseur Jesse V. Johnson auf. Die fehlende Charaktereinführung hätte er im Laufe des Films nachholen können und auch wenn die Story über einen kurzen Zeitraum erzählt wird, sollte eine gewisse Charakterentwicklung zu sehen sein. Solche Punkte runden einen Film inhaltlich etwas ab und machen Ihn interessant. Aber all diese Punkte fehlen hier und so ist man viel zu oft über die Handlungsweisen der Protagonisten verwundert und ärgert sich etwas über die Logiklücken, auf die ich aus Spoilergründen hier nicht näher eingehen möchte. Insgesamt konnte ich keine emotionale Bindung zu irgendeinem Charakter aufbauen, was die Spannung etwas herab setzte.

Als Rezensionsexemplar lag mir die Verkauf-Blu-ray in Form eines Pressemusters vor, die aus technischer Sicht fehlerfrei ist. Sowohl Ton- als auch die Bildqualität überzeugen. Koch Films hat neben dem Film auch einige Extras auf die Blu-ray gepackt, die allerdings kaum nennenswert sind und kurz ausfallen.

Die deutsche Synchronisation hat zwei kleine Punkte, die etwas störend sind. Zum einen ist die Wahl der Synchronsprecher gewöhnungsbedürftig. Gerade die Stimmen von Iko Uwais und Scott Adkins haben mir nicht gefallen und passen überhaupt nicht zur Originalstimme. Weiterer Kritikpunkt hier, war die Entscheidung, alle Dialoge ins Deutsch zu übersetzen. Schaut man den Film im Originalton fällt sofort auf, dass entgegen der deutschen Synchronisation viele Dialoge eigentlich in der Originalsprache der Schauspieler verfasst sind. So spricht Iko Uwais teilweise indonesisch, Tony Jaa thailändisch und Celina Jade chinesisch, was in einigen Szenen durchaus wichtig ist, da die fehlenden Sprachkenntnisse der Protagonisten etwas zur Handlung beitragen. Da der Film dann im Original in „englischer“ Sprachfassung gedreht wurde, kann ich jedem raten, einmal die Originalfassung in Englisch anzusehen.

Insgesamt ist „Triple Threat“ ein sehr guter Aktionfilm, der durchaus an den typischen Macken des Genres leidet. In der Gesamtwertung landet dieser Film aber etwas hinter „The Raid“ und „In the Night they come for us” aber noch vor “Headshot” und „Paradox – Kill Zone Bangkok”. 

Fazit
empfehlenswert 3.2 von 5

Insgesamt ist „Triple Threat“ ein sehr guter Aktionfilm, der durchaus an den typischen Macken des Genres leidet. In der Gesamtwertung landet dieser Film aber etwas hinter „The Raid“ und „In the Night they come for us” aber noch vor “Headshot” und „Paradox – Kill Zone Bangkok”.
Triple Threat
Triple Threat
FSK
ab
18
freigegeben
Triple Threat