Review zu "Zombie World War"

Titel: Zombie World War
Originaltitel:
棄城Z-108
Publisher: Savoy Film (Intergroove)
Rezensionsexemplar: Amazon Prime Video Stream

Produktionsland: Taiwan 2012
Veröffentlichungsdatum: 28.06.2013
Genre: Horrorfilm
Spieldauer: ca.86 Minuten

Rezension

Inhaltsangabe:

In Taipeh bricht eine mysteriöse Seuche aus, die Regierung leitet überstürzt umfangreiche Evakuierungsmaßnahmen ein. Mitten im Getümmel liefert sich eine Spezialeinheit der Polizei ein Gefecht mit einer Gangsterbande, als plötzlich nach Menschenfleisch gierende Zombies auftauchen und beiden Seiten eine unangenehme Überraschung bereiten. In der Folge beschließen Cops und Gauner, ihre Kräfte sinnvoll zu bündeln, weitere Versprengte schließen sich dem bunten Haufen an und machen weitere böse Entdeckungen.

Nachdem ich den Zombie-Trash „Zombie Fight Club“ von Joe Chien vor ein paar Tagen rezensiert hatte, ist mir dann sein Erstlingswerk „Zombie World War“ bei Amazon Prime über den Weg gelaufen, so dass ich dann die „kostenlose“ Chance nutzte, mir diesen Horrortrash für ein neues Review nochmals anzusehen.

Die Qualität ist im Vergleich zu „Zombie Fight Club“ wesentlich schlechter, denn wo dieser mit durchaus gutem Monsterdesign und einigermaßen passendem Setting noch etwas Ansehnliches zu bieten hat, fällt das Erstlingswerk von Joe Chien komplett durch.

Eine Story ist nicht vorhanden und der Film ist eine reine Aufreihung von Szenen, die einen roten Faden vermissen lassen. Erschwerend kommt noch hinzu, dass der Film zeitlich vor und nach dem Ausbruch der Zombieseuche spielt, was die Verwirrung komplettiert.

Und den Machern von „Zombie World War“ und „Zombie Fight Club“ kann man nach Sichtung beider Filme sicherlich eine gewisse Frauenfeindlichkeit vorwerfen. Denn hier werden in beiden Filmen doch ein sehr komisches Frauenbild gezeichnet, das heute nicht mehr ins Zeitgeschehen passt.

Auch das Setting „Zombie World War“ ist nicht gut gelungen. Der Originaltitel orientiert sich am Stadtteil 108, in dem der Film spielt, wobei man eigentlich nicht wirklich einen Stadtteil zu sehen bekommt, sondern sich Hauptakt in einem Gebäude angesiedelt ist und das Ganze dann wie ein billiges Theaterstück wirkt. Konnte dann in „Zombie Fight Club“ wenigstens das Monsterdesign schocken, wird man hier mit billigsten Make-Up und Plastikgliedmaßen gelangweilt.

„Zombie World War“ ist auch in Sachen Synchro ein Paradebeispiel für eine schlechte Umsetzung und was sich die Dialogregie mit „Willst du eine Zombiebraut oder lieber Helmut Kohl ficken“ denkt, ist fraglich. Die Antwort „Dann doch lieber Dieter Bohlen“ zeigt dabei dann das Niveau auf, dass den ganzen Film über herrscht, so dass man sich als Zuschauer schon unweigerlich die Frage stellt, wie es ein solcher Film überhaupt nach Deutschland schaffen kann.

Bei solch qualitativ unterirdischen Filmen muss man sich dann auch nicht wundern, warum der asiatische Film in Deutschland einen solch schlechten Ruf genießt und man kann nur hoffen, dass sich zukünftige kein deutscher Publisher mehr finden wird, der so billigen, sexistischen Quatsch im deutschsprachigen Raum veröffentlicht.

 

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Fazit
schlecht 2 von 5

Bei solch qualitativ unterirdischen Filmen muss man sich dann auch nicht wundern, warum der asiatische Film in Deutschland einen solch schlechten Ruf genießt und man kann nur hoffen, dass sich zukünftige kein deutscher Publisher mehr finden wird, der so billigen, sexistischen Quatsch im deutschsprachigen Raum veröffentlicht.
Zombie World War
Zombie World War
FSK
ab
18
freigegeben
棄城Z-108