"Snow Girl and the dark Crystal" Review

Vor einigen Monaten hatte ich die Ankündigung zu "Snow Girl and the dark Crystal" auf der Internetseite von Koch Media gesehen und hatte mich dann etwas ausführlicher mit diesem Fantasyepos beschäftigt. In Anbetracht, dass in den letzten Jahren sehr wenige, gute Fantasy-Filme aus Asien nach Deutschland gekommen sind, habe ich mich über die Ankündigung dieses Filmes sehr gefreut. Als dann noch im Vorfeld damit Werbung gemacht wurde, dass die Spezialeffekte von den Machern von Mad Max: Fury Road und Der Hobbit erstellt werden, ist meine Erwartung an diesen Film recht hoch gewesen.

Der Film wird über "Black Hill Pictures GmbH" in Zusammenarbeit mit Koch Media in Deutschland vertrieben. Black Hill Pictures GmbH aus Hamburg hat mir dann auch ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, für das ich mich an dieser Stelle auch sehr bedanken möchte. Warum ich dann etwas länger mit der Erstellung dieses Reviews gebraucht hatte, könnte Ihr in der folgenden Bewertung lesen:

Filminhalt:

Der legendäre chinesische Held Zhong Kui, ein junger Mann mit mysteriösen Fähigkeiten und verbunden mit geheimnisvollen Kräften, wird in einem Kampf zwischen den Reichen Himmel, der Erde und der Hölle gezwungen, um dabei seine Landsmänner und die Frau die er liebt zu retten.

Review:

Ich mag asiatische Fantasyfilm und da ist die "A Chinese Ghost Story"-Reihe mein absoluter Favorit. Als Fantasy-Epos angekündigt, hätte "Snow Girl and the dark Crystal" eigentlich die lange Durststrecke von fehlenden asiatischen Fantasyfilmen schließen können. Aber nachdem ich mir nun das Rezensionsexemplar in Form einer Bluray angesehen habe, mußte ich ernüchternd feststellen, dass dieser Film meine Erwartungen in keinster Weise gerecht wurde.

Die Ernüchterung kam auch promt nach kurzer Laufzeit, denn in den ersten Minuten fällt schon auf, dass der Film mit CGI-Effekten überladen ist. Dieses werden sich die Macher sicherlich von Mad Max oder der Hobbit abgeschaut haben. Doch leider nicht sehr gut. Denn die CGI-Effekte sind an vielen Stellen des Films einfach nur schlecht umgesetzt.

Dabei variiert die schelchte Umsetzung in der Qualität. In manchen Szenen kann man die Effekte doch recht gut verkraft, denn, auch wenn Sie nicht an Hollywoodblockbustern heran kommen, sind Sie stimmig. Dieses kann man immer auf die Hintergründe beziehen, denn hier wurde viel mit Greenscreen gearbeitet, was man immer deutlich sieht, aber als einziges Mako noch gut erträglich wäre.

Aber leider wurden Tiere, Dämonen und auch der Hauptdarsteller des öftern mit CGI-Effekten dargestellt und was einem hier geboten wird, ist schon recht diletantisch und wird heutzutage nicht mal mehr in einem Coputerspiel so geboten. Was hier einfach stört, sind die hakeligen, unbeholfenen Bewegungen der Figuren, die so unnatürlich aussehen und mit den CGI-Hintergründen dann überhaupt nicht zusammen passen. Dazu kommt dann noch, dass die Macher sich oft mit der Größe der Figuren vertun und so unterschiedliche Größenverhältnisse sichtbar sind, was gerade in der ersten halben Stunden des Films extrem auffällt.

Manchmal agieren die Schauspieler dann auch in wunderschönen, detailreich gestellteten Kulissen, die man dann durch CGI-Effekte noch aufwerten wollte, was dann im Gesamteindruck eher das Gegenteil zur Folge hatten.

Ich habe nichts gegen viele CGI-Effekt - aber Sie müssen schon gut gemacht sein und ins Bild passen, was hier absolut nicht der Fall ist. Insgesamt sind die Macher hier übers Ziel hinausgeschossen und es bewahrheitet sich mal wieder das Sprichwort: Weniger ist oftmals mehr.

Zu einem Fantasyepos gehört auch eine tolle Story und hier fühlte ich mich anfänglich etwas für die miesen Effekte entschädigt. Denn die Story ist in der ersten Hälfte des Films doch recht gut und auch wenn es nicht an "A Chinese Ghost Story" heran kam, konnte ich der Story doch etwas abgewinnen.

Dieser Eindruck änderte sich jedoch schlagartig zur Hälfte des Films, denn hier sind einige Storywendungen, die mir das Filmvergnügen doch recht unschön vermiest haben und insgesamt den Film auf ein "Mittelmaß" herunter gezogen haben.

Die Besetzungsliste dieses Films war recht gut zu lesen und viele bekannte Schauspieler, allen voran Li Bingbing, haben sich recht viel mühe gegeben, aus der Story das bestmögliche herauszuholen. Allerdings hatten viele gar nicht die Möglichkeit, ihr wares Potential voll auszuspielen, denn oft wurden sie durch CGI-Figuren ersetzt, was im Ergebnis wirlich nicht toll aussieht.

Etwas Positives möchte ich dann aber doch zur deutschen Umsetzung sagen. Denn hier war mir die recht ordentliche Synchronisation aufgefallen. Die Sprecher waren durchweg gut motiviert und haben eine passende und stimmige Synchronisation abgeliefert.

Im Punkto Umsetzung ist anzumerken, dass die Bild und Tonqualität gut war. Wobei die gute Bildquaität nur dazu beitragen konnte, die schlechte Umsetzung der CGI-Effekte noch mehr zu sehen, was dann eher als negativ angesehen werden könnte.

Auf der Bluray sind dann neben Trailer und einer Bildergalerie leider keine weiteren Extras enthalten. Irgendwie fehlt mir dann auch noch die 3D-Fassung auf der Bluray, denn der Film wurde in China in 3D in die Kinos gebracht. Diese Fassung hat es aber wohl nicht nach Deutschland geschafft, was aber wohl auch nicht so tragisch ist. Besser wäre der Film dadurch sicher nicht geworden.

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Fazit
Beworben als "Fantasy-Epos" von Peter Pau mit Effekten des Weta Workshop (Mad Max: Fury Road, Der Hobbit), wird als Ergebnis ein recht mittelmäßiger Fantasystreifen abgeliefert, der mit schlechten CGI-Effekten überladen wurde und dadurch oft ins lächerliche abdriftet. Die Schauspieler können ihr Potential kaum ausschöpfen und verlieren sich im Mittelmaß. Einzig die Story kann etwas überzeugen. Insgesamt hätte ein sehr guter Film daraus werden können, wenn man sich bei der Umsetzung etwas mehr Mühe gemacht hätte. 2.6 von 5

Mittelmäßiges Fantasy-Epos